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Fragen & Antworten
Erdwärme und die damit verbundenen Technologien wie Erdsonden, Brunnenbau und Wärmepumpen sind Schlüsselkomponenten für umweltfreundliche und effiziente Heiz- und Kühlsysteme. In diesem Abschnitt haben wir informative Antworten auf deine Fragen zusammengestellt, um dir ein besseres Verständnis für diese Themen zu vermitteln.
FAQ
FAQ
Die häufigsten Fragen
01 Was ist Erdwärme und wie funktioniert sie?
Erdwärme ist die natürliche Wärme, die im Inneren der Erde gespeichert ist. Das Erdreich kann zur Beheizung und zur Kühlung von Gebäuden genutzt werden. Diese Wärmequelle wird mittels Erdsonden oder Brunnen aufgenommen, mit einer Wärmepumpe übertragen und mittels einer Heizung im Gebäude abgegeben.
Zusätzlich nutzen wir im Oberrheingraben die Energie des fließenden Grundwassers im Oberrheingraben.
02 Was sind Erdsonden und wie werden sie eingesetzt?
Erdsonden werden einmalig senkrecht in die Erde gebohrt. Sie haben eine Lebensdauer von min. 100 Jahren. Sie bestehen aus langen Polyethylenrohren durch die eine Flüssigkeit fließt, die die Wärme aufnimmt. Die Sole dient der Wärmepumpe als Wärmequelle. Diese erzeugt die Temperatur, die die Heizung im Gebäude benötigt. Über eine Fußbodenheizung oder über Heizkörper wird die Wärme an das Gebäude abgegeben.
03 Wie können Brunnen zur Wärmeversorgung eingesetzt werden?
Brunnen können dann gebohrt werden, wenn Grundwasser vorhanden ist. Es wird jeweils ein Förderbrunnen und ein Schluckbrunnen benötigt. Das Wasser aus dem Förderbrunnen dient als Wärmequelle. Dem Wasser wird Wärme entnommen. Mit einer Temperaturdifferenz von vier bis fünf Grad Celsius wird das Wasser wieder durch den Schluckbrunnen in die Erde zurückgefördert. Heizt man mit dem Grundwasser wird es kälter zurückgefördert, kühlt man wird es wärmer zurückgefördert.
04 Was unterscheidet eine Sole-Wärmepumpe von einer Wasser-Wärmepumpe?
Im Prinzip handelt es sich um die gleiche Wärmepumpe. Nur die Wärmequellen unterscheiden sich.
Bei Erdsonden handelt es sich um einen geschlossenen Kreislauf, ähnlich wie in der Fußbodenheizung im Gebäude. Es wird über Jahrzehnte die gleiche Flüssigkeit gepumpt.
Bei Brunnen handelt es sich um einen offenen Kreislauf. Bei diesen sog. Wasser-Wasser-Anlagen wird immer neues Grundwasser gefördert. Da Grundwasser oft Eisen- und Manganhaltig ist, kann sich dieses in der Wärmepumpe absetzen. Auch Kalk kann sich ablagern. Die Anlage muss dann gereinigt werden.
05 Welche Vorteile bietet Erdwärme?
Erdwärme ist eine unerschöpfliche Wärmequelle zum Heizen und zum Kühlen. Sie ist CO2 frei. Unter jedem Grundstück steht sie dem Grundbesitzer kostenlos zur Verfügung. Einmal in Betrieb genommen, benötigt sie nahezu keine Wartung. Sie steht im Keller und erledigt ihren Job. Leise und effizient.
06 Warum ist passives Kühlen nahezu kostenlos?
Beim passiven Kühlen sind nur die Umwälzpumpen der Wärmequelle und dem Heizkreislauf in Betrieb. Die Wärmepumpe wird nicht benötigt. Über die Heizung wird die Raumwärme direkt in die Erde abgeführt. Die heute in der Regel verbauten Hocheffizienzpumpen haben nur einige 10er Watt an Leistungsaufnahme, was einem Stromverbrauch von deutlich unter 100 € je Kühlsaison entspricht.
07 Gibt es staatliche Förderung?
Seit vielen Jahren gibt es in verschiedenen Formen und Höhen staatliche Förderung. Wegen der höheren Investitionen bei der Nutzung von Wärmepumpen versucht der Staat dies auszugleichen. Ist die Investition einmal getätigt, profitiert der Nutzer durch die niedrigeren Betriebskosten beim Heizen und Kühlen.
08 Wie bekomme ich das Fördergeld?
Die Förderung hängt davon ab, ob es sich um einen Neubau oder ein Bestandsgebäude handelt. Bei bestehenden Wohngebäuden wird der Zuschuss für eine erdgekoppelte Wärmepumpe meist direkt über das KfW-Portal beantragt. Dafür benötigen Sie vorab eine Bestätigung zum Antrag durch ein Fachunternehmen oder einen Energieeffizienz-Experten. Bei Neubauten oder Effizienzhaus-Förderungen laufen die Programme häufig über einen kfW-Kredit mit Finanzierungspartner. Da sich Förderbedingungen ändern können, nennen wir Ihnen gerne die passenden Anlaufstellen für Ihr Projekt.
09 Wie ermittle ich meinen Energiebedarf?
Bei einem bestehenden Gebäude ist der bisherige Verbrauch der Öl- oder Gasheizung der beste Ausgangspunkt. Idealerweise verwenden Sie die Abrechnungen der letzten drei Jahre. Gas wird meist direkt in kWh angegeben; bei Heizöl können Sie grob mit 10 kWh pro Liter rechnen. Dies ist für eine erste Einschätzung durch uns ausreichend.
Eine weitere Möglichkeit ist die Berechnung der Heizlast des Gebäudes durch einen Energieberater.
10 Wo bohren wir die Erdsonden?
Wo die Erdsonden gebohrt werden können, ermitteln wir gemeinsam bei einem Vor-Ort-Termin mit Ihnen.